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Wie das AIDA-Prinzip auf die Struktur eines 6-seitigen Wickelfalz-Flyers anzuwenden ist

Flyer als wichtige Kommunikationsmittel

Das AIDA-Prinzip ist ein alt-bewährtes Prinzip aus der Werbe-Welt und sollte auf alle Kommunikationsmittel angewandt werden, die bei Ihnen im Haus verteilt werden oder gar das Haus verlassen. Lesen Sie hier im Text, wie das Prinzip auf die Struktur eines sechsseitigen Wickelfalz-Flyers anzuwenden ist. Der Wickelfalz-Flyer ist eines der gängigsten Kommunikationsmittel im analogen B2B-Bereich.

In der bunten Welt des strategischen Marketings ploppen von Zeit zu Zeit neue Prinzipien auf, die als Basis für DIE nächste Strategie fungieren möchten. Ich erlebe das manchmal wie einen kurzlebigen Trend: Nehmen wir beispielsweise QR-Codes, die auf Flyern und Broschüren angebracht sind. Wenn wir einmal ehrlich sind, dann haben sie sich nicht wirklich durchgesetzt. Ein anderes Beispiel für Kurzlebigkeit sind Bubble-Teas, für die ganze Stores eröffnet wurden nach ein, zwei Jahren die Türen wieder zu machten. Das AIDA-Prinzip hingegen gibt es schon lange, noch lange vor Beginn des Informationszeitalters. Wikipedia sagt, es sei auf Elmo Lewis zurückzuführen und zwar schon im Jahre 1898. Alle erfolgreichen Werbeanzeigen, Werbespots, Flyer, Annoncen, Titelblätter, Angebote etc. basieren hierauf – es ist das „Werbewirkungsprinzip“, das den Interessenten vier Phasen bis zur Kaufentscheidung durchlaufen lässt

Das AIDA-Prinzip hat einen einprägsamen Namen

Die vier Phasen spiegelt sich im Akronym wieder: A-I-D-A.

A – Attention: Die Aufmerksamkeit des möglichen Kaufes wird geweckt – am besten funktioniert das mit einer emotionalen Darstellung, des neuen, optimalen Zustands, die nach Kauf des Produkts erreicht werden wird. Dabei werden die baldigen Käufer mit Werten und Motiven wie Freiheit, Professionalität, Erfolg o. ä. frühzeitig konfrontiert.

I – Interest: Das Interesse des möglichen Käufers wird geweckt und zwar durch Argumente, die die Vorzüge des zu erwerbenden Produkts unterstreichen. Das können sachliche Verkaufsargumente sein wie Langlebigkeit, Qualität oder Preis.

D – Desire: Der Wunsch oder das Verlangen das Produkt zu besitzen wird in der dritten Stufe manifestiert. Besonders gut funktioniert das mit Beweisen für den Erfolg eines Produkts. Es können an dieser Stelle namhafte Kunden genannt werden, die das zu verkaufende Produkt bereits einsetzen, oder Testimonials werden abgedruckt, die begeistert vom Produkt berichten.

A – Action: Hat ein Flyer die Funktion einen potentiellen Kunden zum Beratungsgespräch zu bewegen, dann geht es in der vierten Phase Action um die Kontaktaufnahme. Bei einem gedruckten Flyer sind das gerne Kontaktangaben; bei einer Landing Page im Web hingegen kann an dieser Stelle ein „kaufen“-Button oder ähnliches platziert sein.

Das AIDA-Prinzip bei einem sechsseitigen Wickelfalz-Flyer

Nun haben mich schon des Öfteren Kunden gefragt, wie man das AIDA-Pinzip auf einen sechsseitigen Wickelfanz-Flyer anwenden kann. Daher möchte ich an dieser Stelle einmal erklären, wie der Aufbau und die Struktur dabei zu verstehen sind.

Der sechsseitigen Wickelflyer ist ein sehr gängiges Kommunikationsmittel. Basis dafür kann ein DIN A4-großes Blatt* sein, dass beidseitig in drei Bereiche geteilt wird. Diese Bereiche werden an zwei Brüchen (Kanten) gefalzt und nach innen geklappt (siehe Darstellung Abbildung 1).

*Die Größe A4 ist gängig und besonders beliebt, natürlich sind auch weitere Größen möglich.

Der Aufbau von einem 6-seitigen Wickelfalz-Flyer

Auf den folgenden Bildern sind die Seiten zu erkennen und entsprechend dieser Bilder erfolgt die Layoutstruktur.

Aufbau eines sechsseitigen Wickelfalz-Flyers

A – Attention: Seite 1. So erhält der potentielle Kunde ihren Flyer zugeklappt („geschlossen“) in seinen Händen und sein Blick fällt zuerst auf die Titel-Seite.

AIDA-Prinzip Phase 1: Attention

I – Interest: Seiten 2 und 5. Das erste Aufklappen zeigt eine Doppelseite.

AIDA-Prinzip Phase 2: Interest

D – Desire: Seite 3 und 4. Das weitere Aufkleben zeigt die gesamte Innenseite (Rückseite). Dabei wird ersichtlich, dass der Übergang zwischen Phase zwei (Interest) und drei (Desire) fließend ist und ein harmonisches Fingerspitzengefühl des Gestalters erfordert.

AIDA-Prinzip Phase 3: Desire

A – Action: Seite 6. Wenn der Leser überzeugt ist und das AIDA-Prinzip gefruchtet hat, faltet er den Flyer zusammen und wird aktiv. Er/sie vereinbart auf Basis der Daten der Seite 6 einen Termin („Call-to-Action“).

AIDA-Prinzip Phase 4: Action

Jeder Flyer – auch dann wenn diese auf ein noch so kleines Nischen-Dasein hinweist – sollte dementsprechend strukturiert werden, um seine Wirkung bestmöglich entfalten können und größtmöglichen Nutzen zu bringen.

Wie sind Ihre Flyer gestaltet?

Haben Sie auch Flyer im Einsatz? Prüfen Sie einmal, in wie weit sie das AIDA-Prinzip auf die Layoutstruktur anwenden können. Wenn Sie noch Verbesserungspotenzial erkennen, dann freue ich mich, wenn ich Ihr Business unterstützen darf! Schreiben Sie einfach eine Mail zur ersten Kontaktaufnahme.

Foto: unsplash.com / Erika Giraud
Illustrationen: Jana Rentmeister

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